Marcel Sturm? Nie gehört!

Als ich mich im Jahr 2004 in meiner neuen Gemeinde umsah, las ich erstaunt die Aufschrift auf dem alten evangelischen Gemeindehaus am Gausplatz in Baden-Baden und wunderte mich, daß neben dem Dietrich-Bonhoeffer-Saal ein evangelisches Haus einen mir ganz unbekannten Namen trägt. Nun, tröstete ich mich, ich muß ja - aus Frankfurt kommend - nicht jeden Namen eines vielleicht verdienten Baden-Badener Pfarrers kennen. Als ich bei Nachforschungen auf Fotos von Marcel Sturms Beerdigung stieß und darauf Gustav Heinemann entdeckte, Martin Niemöller und Otto Dibelius, wurde ich immer neugieriger. Ein Baden-Badener war Marcel Sturm nicht, aber von Baden-Baden aus, von seinem Dienstsitz im - nach dem Krieg beschlagnahmten - alten Gemeindehaus, hat er von 1945 bis zu seinem plötzlichen Tod 1950 nicht nur in Baden-Baden, nicht nur in Baden, sondern in der gesamten evangelischen Kirche in Deutschland so segensreich gewirkt, daß ein Name und eine Gedenktafel an einem Haus nur ein geringer Dank sind.
 Der aus dem elsässischen Mühlhausen stammende Marcel Sturm war der oberste Militärgeistliche in den französisch besetzten Sektoren Berlins, Westdeutschlands und Österreichs und als solcher auch der kirchliche Berater der Militärregierung. Der damalige Baden-Badener Dekan Walter Brandl schrieb über seinen französischen Kollegen: „Er trug mit an den Problemen und Aufgaben unserer Kirche, als wären es die seinigen und war immer mit vornehmem Takt bemüht, daß diese Gemeinschaft völlig frei bleiben sollte von dem Eindruck, als ob hier nur die Besatzungsmacht ihres Amtes walte.“
In seiner Traueransprache in der evangelischen Stadtkirche am 21.06.1950 zog der damalige Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Otto Dibelius, einen interessanten Vergleich, um Marcel Sturms Wirken an der evangelischen Kirche im Nachkriegsdeutschland zu beschreiben: Im 9. Kapitel der Apostelgeschichte ist erzählt, wie Saulus, der spätere Völkerapostel Paulus, geradezu wutschnaubend die ersten Christen verfolgt hat, bis Jesus Christus selbst ihm in einer ihn blendenden Vision vor Damaskus in den Weg tritt, um dem groben Wüten ein Ende zu setzen. Erstarrt, geblendet, schockiert, gedemütigt, gequält von Schuldgefühlen, ohne zu essen und zu trinken, ohne jede Perspektive: diese Lage des besiegten, ja überwältigten Saulus vergleicht Dibelius mit der der deutschen Kirche nach dem Krieg in ihrer Schuldverstrickung, ihrer Niedergeschlagenheit, Reglosigkeit und Blindheit für eine wie auch immer geartete Zukunft. Dem Saulus damals schickt Gott in diese Situation hinein einen der von ihm bis dahin verfolgten Christen, der angstvoll erschrickt, als er ausgerechnet zu diesem so gefürchteten Mann gesandt wird. Doch seinen ganzen Mut zusammennehmend tritt dieser Unbekannte, von Gott gesandt, in den Raum, in dem Saulus kauert, legt die Hand auf seine Schulter und sagt zu ihm: „Lieber Bruder Saulus!“
Wie die Wohltat dieses Grußes, die Wärme der Hand auf der Schulter, aber vor allem die Anrede des schuldig gewordenen ehemaligen Verfolgers als Bruder, als lieber Bruder: wie dieses heilende, tröstende, aufrichtende Nahesein hat die niedergeschlagene deutsche Kirche das Wirken des Feldbischofs Marcel Sturm empfunden. In vielen persönlichen Gesprächen und Begegnungen, auf Kirchenkonferenzen und Synoden, in seinen Grußworten und Ansprachen hat Marcel Sturm die grenzüberschreitende, versöhnende Kraft des christlichen Glaubens weitergegeben und liebevolle Wärme und taktvolle Nähe vorgelebt. Er hat der Kirche in Deutschland zum Eingeständnis ihrer Schuld und zu einem wirklichen Neubeginn verholfen und auch der französisch-deutschen Freundschaft den Weg geebnet. Sein 100. Geburtstag am 01. Juni des Jahres 2005 war uns Anlaß, uns dankbar an Marcel Sturm zu erinnern.

Silke Alves-Christe, Pfarrerin

Stadtkirche Baden-Baden - Marcel Sturm Grab

Grab auf dem französischen Ehrenfriedhof in Baden-Baden (Maximilianstraße)

Am 01. Juni 1905 in Mulhouse im Elsaß geboren, stammt aus dem in der Reformationszeit berühmt gewordenen Geschlecht des Straßburger Staatsmannes Jakob Sturm (1489-1553).

Theologie- und Philosophiestudium in Montpellier und Straßburg (ökumenisch ausgerichtet)  1929-1939 Pfarrer in der südelsässischen Gemeinde Hüningen (Huningue) bei Basel:

  • dort: Einsatz für evangelische Diaspora, Gründung von Männer- und Frauenvereinen, Herausgabe eines Gemeindeblatts, zus. mit seiner Frau engagierter Einsatz für die Jugend
  • französischer Delegierter des Weltbundes für Internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen 
  • wie Bonhoeffer 1934 Teilnehmer an der Jugendkonferenz des Weltbundes in Fanö 
  • Delegierter bei der Konferenz von Larvik 1938 (Hilfsmaßnahmen für „nichtarische“ Flüchtlinge) 
  • Mitte August 1939 als Reserveoffizier in die franz. Armee eingezogen, 1940 am Krieg gegen die deutsche Invasion teilgenommen, leicht verwundet, in Boulogne-sur-Mer in deutsche Kriegsgefangenschaft (in Mainz) geraten; 
  • dank der Hilfe eines Pfarrers der „Bekennenden Kirche“ wurde er im November 1940 freigelassen 
  • Flucht über Mulhouse und die Schweiz in die noch nicht von Deutschen besetzte Zone Südfrankreichs, um sich mit seiner Frau, seinem Sohn und seinen 3 Töchtern zu treffen und um im Februar 1941 nach Algier zu flüchten 
  • 6 Monate später raffte eine Typhusepidemie seine Frau und zwei seiner Töchter innerhalb weniger Tage hinweg 
  • in Nordafrika Militärpfarrer = aumônier bei der 19. Armee, 1942 für ganz Nordafrika 
  • aumônier général der Kriegsgefangenen, Deportierten und Repatriierten 
  • 1942 -1943 Vizepräsident des Kirchenbundes in Afrika 
  • Vertreter der Fédération Protestante beim Stab von Charles de Gaulle (-> Bekanntschaft z.B. mit General Marie-Pierre Koenig, 1945-1947 Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen in Deutschland und Militärgouverneur der französischen Besatzungszone) 
  • August 1944 nach der Befreiung von Paris dorthin, wo er die Militärseelsorge aufbaute 
  • 27.03.1945 (nach der Befreiung des Elsaß): Besuch im KZ Natzweiler-Struthoff  (zus. mit Marc Boegner, Präsident der Fédération Protestante de France, FPF) 
  • Juli 1945 Reise durch franz. Besatzungszone (Bericht an ÖRK) 
  • 15. Juli 1945 Einrichtung der franz. Militärregierung in Baden-Baden 
  • Institutionalisierung einer Aumônerie territoriale mit einem obersten Militärgeistlichen  (in den französisch besetzten Sektoren Berlins, Westdeutschlands und Österreichs) 
  • Marc Boegner schlägt Marcel Sturm vor und empfiehlt Koenig, ihm den militärischen Rang eines Oberst zu geben

Baden-Baden Stadtkirche - Feldbischof Marcel Sturm

Feldbischof Marcel Sturm

 

(Aumônier général) = kirchl. Berater der Militärregierung, des französischen Hochkommissariats, General Koenig direkt unterstellt;
 Aufgaben: Seelsorge in der Besatzungsarmee und in den Kriegsgefangenenlagern; Verbindung zur deutschen Kirche
 z.B. Dokumentationen und Statistik; Kontakte zum ÖRK; Bücherzensur; Kontakte zu den deutschen Hilfswerken; Probleme der Flüchtlinge; Seelsorge in den Internierungslagern;
 zahlreiche Verbindungen und Konsultationen; „Propagande française“: Ansprachen, Vorträge, Konferenzen mit Deutschen; französisch-deutsche Begegnungen mit Jugendlichen oder mit kirchlichen Repräsentanten
 2 Ziele:
 1. Kontrolle über die religiösen Aktivitäten in den deutschen evangelischen Kirchen,
 2. die konstruktiven deutschen Elemente aufspüren, ihnen helfen und sie beschützen
 -> Plan, gezielt in die Verhältnisse der deutschen evangelischen Kirche einzugreifen, dazu erhielt Sturm weitreichende Vollmachten
 gleichzeitig war Sturm Vertreter des franz. Kirchenbundes und in dieser Eigenschaft nicht der Armee, sondern der franz. Kirchenleitung verantwortlich
 - katholischer Aumônier général = Robert Picard de la Vacquerie blieb eher im Hintergrund;
 die evangelischen Vertreter übten großen Einfluß auf die Religionspolitik aus
 - Konflikt zwischen Sturm und Georges Casalis (1917-1987; Seelsorger Albert Speers): er wirft Sturm vor, nur Beobachter und Diplomat zu sein

Baden-Baden Stadtkirche - Karl Barth

Karl Barth

 

- schon im Juli 1945 Begegnung mit Karl Barth in Freiburg, die Barth „erfreulichen Kontakt“ nennt
- 28.09.1945 Barth schreibt an Niemöller: „Mir ist in vielen Gesprächen, die ich seit meine Rückkehr aus Deutschland gehabt habe (heute morgen noch mit dem Aumônier général der französischen Armee, Sturm) deutlich geworden: das christliche Abendland, das an den kirchlichen und wirklich auch an den menschlichen Dingen in Deutschland aufrichtigen Anteil nimmt, wartet darauf, seitens der deutschen evangelischen Kirche etwas zu hören, was es bis jetzt … nur beiläufig, ein wenig verhüllt und zwischen den Zeilen gehört hat“.

Baden-Baden Stadtkirche - Martin Niemöller

Martin Niemöller

 

- Sturm bezeichnete Niemöller einmal in einer Notiz als „bedeutendste Figur des deutschen Protestantismus“.
- August 1945: vorläufige Kirchenkonferenz in Treysa neu geschaffener Rat der EKD
- Oktober 1945: Stuttgarter Schuldbekenntnis
Sturm war für die Logistik der Stuttgarter Begegnung vom 18./19. Oktober zuständig, Einreisegenehmigungen, Transportmittel etc.
- mit Visser’t Hooft und Pierre Maury fuhr Sturm anschließend zur
6. Generalversammlung des französischen Kirchenbundes in Nîmes, wo Visser’t Hooft die Stuttgarter Schulderklärung vorstellte.
Reaktion: „Die 6. allgemeine Versammlung nimmt vor Gott und in der Demut Kenntnis von der Erklärung … und freut sich festzustellen, daß auf diese Weise die Wiederaufnahme der normalen Beziehungen der Kirchen Deutschlands mit den anderen Kirchen wieder ermöglicht wird … und drückt die feste Hoffnung aus, daß die Kirchen im Bewußtsein ihres Auftrages unter den Völkern sich mehr und mehr in einer gemeinsamen Arbeit zum geistigen und sittlichen Wiederaufbau der Welt heiligen.“

Sturms Einschätzung: im Stuttgarter Schuldbekenntnis drücke sich die Einstellung der leitenden Kirchenmänner, nicht aber der Kirchen insgesamt aus
 - Sturms Bericht vor der 6. Generalversammlung des französischen Kirchenbundes in Nîmes:
„Nun bestätigen wir gerne, daß die gegenseitigen Vertrauensbindungen, die schon bestehen, genauso wie die allgemeine Linie der französischen Politik in diesem Gebiet – eine Politik nämlich, die darauf zielt, die Freiheit der Kirche zu sichern, was negativ heißt, daß sie beseitigt, was diese Freiheit einschränken könnte, positiv aber, daß sie ermutigt, was diese Freiheit begünstigen könnte, daß diese ersten Erfahrungen … erlauben, beruhigt und optimistisch in dieser Hinsicht zu sein.“
Sturm befürchtete, „daß manche den Traum hegen, eines Tages unter dem Schutz eines Aufschwungs und Wiederaufbauwerkes die Rekatholisierung in Deutschland zu realisieren.“
„Es ist notwendig, daß wir französische Christen dorthin gehen als kluge Christen – nicht um für Deutschland die Segnungen einer harten Sühne, die sich ankündigt, zu verhindern, … sondern die zu ermutigen und denjenigen Franzosen und Deutschen zu helfen, die die große Verantwortung für das anzupackende Wiederaufbauwerk übernommen haben.“
„Viele haben uns als Befreier von einem niederträchtigen Regime erwartet. Jetzt müssen wir realisieren und auf unserer Ebene ihnen zeigen, was die Tat, die Ausstrahlung und das Zeugnis der Kirche sein kann, die geistlich frei ist in einem demokratischen Staat. Sicher wird die christliche Vorstellung von möglichen Beziehungen zwischen Kirchen, die Nationen angehören, die so viele Dinge trennen, eine schwere Belastungsprobe bestehen müssen, und wir werden viel Scharfblick und Mut brauchen, um nicht einerseits betrogen zu werden und andererseits nicht selbst die Erwartung dieser Menschen zu enttäuschen, die von falschen Propheten tief getäuscht und im höchsten Maße schockiert wurden, und all dies so, daß wir uns selbst treu bleiben.“
Die deutsche Kirche, die er als „treu und ausdauernd in ihrem Kern, aber noch schlecht informiert“ bezeichnete, sah Sturm vor der gewaltigen Verantwortung, „dem ganzen Volk einen Weg zu zeigen, der es aus seinem moralischen, materiellen, sittlichen Notstand herausführt“.
Und so sei denn auch in Deutschland „unter tragischen Umständen die Stunde der Kirche gekommen, aber es ist auch die Stunde der Kirche Frankreichs.“
- 27.-29. Nov. 1945: Vorläufige badische Landessynode in Bretten mit Wahl des Nonnenweierer Diakonissenhauspfarrers Julius Bender zum Landesbischof
Sturm war mit einer ökumenischen Delegation aus Amerika mit Stewart W. Herman (amerikanischer Ökumenepfarrer) dort, der schreibt: Sturm was not highly pleased with this choice and regrets that Baden does not possess some strong leaders to take church in hand. He remarked that Pastor Maas was not elected because he was too liberal. [Gegen Maas hatte sich der Landesbruderrat ausgesprochen, der jedoch seine Berufung als Beauftragter für ökumenische Beziehungen in den Oberkirchenrat befürwortete.]
-> 24.02.1946: Einführung Benders in das Bischofsamt
- Neuordnung der pfälzischen Landeskirche im Konflikt mit der französischen Besatzungsmacht:
verdeutlicht Sturms Position in Bezug auf die „Reinigung“ der Kirchen:
Sicher war Sturm der Meinung, daß die beiden belasteten Persönlichkeiten der pfälzischen Kirchenleitung, Stichter und Roland, zurücktreten sollten. Doch er legte dabei größten Wert darauf, daß die pfälzische Landeskirche dazu selbst die nötigen Schritte in die Wege leitete.
- Konflikt mit Kirche im Saargebiet:
Brief Sturms an General Koenig: „Wenn es auch aus der Sicht der französischen Politik bedauerlich zu sein scheint, an der Spitze der Kirchen an der Saar keinen Mann zu haben, der unserer Politik gewogener ist [als Wehr], so scheint es uns dennoch nicht möglich zu sein, da wir ja nun einmal in einer Demokratie leben, nur aus diesem Grunde eine religiöse Persönlichkeit wie Herrn Wehr zu entfernen.“

Baden-Baden Stadtkirche - Barth + Sturms Sohn

Barth + Sturms Sohn 1952 Bossey

 

- August 1946: zweite Ehe mit Renée d’Espine aus Genf,
mit ihr ein Sohn, der bei seinem Tod im Juni 1950 8 Monate alt war
- Nov. 1946: zusammen mit einer Delegation der evang. Kirche Frankreichs Teilnahme an der Vorläufige Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer, Ansprache: „Ich glaube, die Stunde der Kirche ist gekommen, aber in diesem Sinne, daß die Stunde der Entscheidung für die Kirche da ist, Kirche zu sein oder ihren Auftrag zu verleugnen und verschwinden zu müssen. Darum kann diese Stunde nicht ihren Sinn darin haben …, daß wir uns schönen Gefühlen und Illusionen hingeben, sondern nur darin, daß wir eine klare Sicht der Vergangenheit und auch eine klare Sicht der Aufgaben der Zukunft gewinnen und daß wir immer wieder entdecken und uns sagen lassen, daß das Evangelium, das die Kirche zu bringen hat, eine Botschaft an eine verlorene Welt ist, eine Botschaft aber, der eine revolutionierende und alles erneuernde Kraft innewohnt. Weil wir wissen, daß dies eine so übermächtig große Aufgabe ist, ist es sicher nicht zuviel verlangt, daß wir im Bewußtsein unserer Stärken und Schwächen trotz allem Trennenden brüderlich zusammenstehen und versuchen, unter der Gnade unseres gemeinsamen Herrn dieser Aufgabe nicht zu unwürdig zu sein.“

- Juli 1948: Kirchenversammlung in Eisenach: Grüße und Wünsche, um „dadurch einer Verbundenheit und Gemeinschaft Ausdruck zu verleihen, die über Not und Ruinen, Leid und Schuld hinweg nicht in menschlichen Bezogenheiten, sondern in gemeinsam empfangener Gnade und gemeinsamer Berufung durch den einen Herrn der Kirche besiegelt ist“.
-> Sturm begleitete engagiert den Einigungsprozeß der EKD
- 1948: Weltkirchenkonferenz von Amsterdam:
Sturm = Mittler zw. deutschen u. franz. Delegierten
- 1949 Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät Göttingen zusammen mit dem Bischof von Chichester, George Bell „in Anerkennung ihrer Aktivität zugunsten der ökumenischen Bewegung und der Annäherung zwischen den Völkern auf einer christlichen Grundlage“
(die Theologische Fakultät Göttingen entsandte später Hans-Joachim Iwand zu Sturms Beerdigung)
- Januar 1949: EKD-Synode von Bethel
- April 1950: gesamtdeutsche EKD-Synode von Berlin-Weißensee
- Frühjahr 1950: Konferenz von Speyer (sie war „vornehmlich sein Werk“), auf der der deutsch-französische Bruderrat geschaffen wurde, in den er selbst noch eintrat.
- enge Freundschaft mit D. Dr. Reinold von Thadden-Trieglaff, dem Präsidenten des Deutschen evangelischen Kirchentags, Predigt in einem großen Gottesdienst des Kirchentags 1950 in Essen

Stadtkiche Baden-Baden - Marc Boegner Bender Sturm Bild1

Marc Boegner, Julius Bender und Sturm

Stadtkirche Baden-Baden - Boegner Bender Sturm

Marc Boegner, Julius Bender und Sturm

- Sonntagabend, 18. Juni 1950 in seiner Wohnung in der Villa Werner in Baden-Baden gestorben
militärische Trauerparade vor dem Portal der Stadtkirche
französischer Trauergottesdienst: Präses der Reformierten Kirche Frankreichs, Prof. Pierre Maury
Bischof D. Dr. Otto Dibelius, Ratsvorsitzender der EKD
Kirchenpräsident Martin Niemöller
Dr. Gustav Heinemann, Präses der Generalsynode der VELKD

Stadtkirche Baden-Baden Otto Dibelius, Pierre Maury, Martin Niemöller

Otto Dibelius, Pierre Maury, Martin Niemöller

Stadtkirche Baden-Baden - vor evangelischen Stadtkirche

vor der evangelischen Stadtkirche Baden-Baden

Stadtkirche Baden-Baden - Pierre Maury auf der Kanzel der Stadtkirche

Pierre Maury auf der Kanzel der Stadtkirche

Stadtkirche Baden-Baden - vor evangelischen Stadtkirche

vor der evangelischen Stadtkirche Baden-Baden

Stadtkirche Baden-Baden - Dibelius, Maury, Niemöller, Sohn, Gattin, Tochter

Dibelius, Maury, Niemöller, Sohn, Gattin, Tochter

Stadtkirche Baden-Baden - Sohn, Gattin, Tochter, Maury, Niemöller

Sohn, Gattin, Tochter, Maury, Niemöller

Stadtkirche Baden-Baden - Sohn mit Niemöller

Sohn mit Niemöller

Stadtkirche Baden-Baden - Heinemann, Maury, Niemöller am Grab

Heinemann, Maury, Niemöller am Grab

Stadtkirche Baden-Baden - Gustav Heinemann, 2. von links Marc Boegner

Gustav Heinemann, 2. von links Marc Boegner

Stadtkirche Baden-Baden - Niemöller + Guillaume

Heinemann, Maury, Niemöller am Grab

aus dem Nachruf des badischen Landesbischofs Julius Bender:
- in Baden der Inbegriff des gütigen Helfers in mancherlei schweren Nöten der ersten Nachkriegsjahre
- Feldbischof Sturm war ein „Brückenbauer“
- in hohem Maße Gabe von geistlicher Klarheit, Weisheit und menschlicher Takt
- Er, der gute Sohn des französischen Volkes und Vertreter der Besatzungsmacht ist unser Bruder geworden. Er hat sich in die Fragen und Aufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland eingearbeitet und hineingelebt, wie es bei wenigen der Fall war, die von draußen kamen. Noch mehr, er hat sich aus christlicher Verbundenheit heraus für die evangelische Sache in unserem Vaterland mitverantwortlich gefühlt, und mit seinem Rat manchen offenbaren und verborgenen Dienst getan.
- Marcel Sturm war ein ökumenischer Christ

Stadtkirche Baden-Baden - Marcel Sturm Tafel am Haus

 

 

 

 

am Marcel-Sturm-Haus
Ludwig-Wilhelm-Str. 7

 

 

im Marcel-Sturm-Haus

Stadtkirche Baden-Baden Tafel im Marcel-Sturm-Haus

Stadtkirche Baden-Baden -Gedenkfeier Marcel-Sturm 1

Stadtkirche Baden-Baden -Gedenkfeier Marcel-Sturm 2

Gedenkfeier zum 100. Geburtstag Marcel Sturms auf dem franz. Ehrenfriedhof Baden-Baden
am 01. Juni 2005 (mit Silke Alves-Christe, Hilde Übelacker und Hartmut Beck)

Stadtkirche Baden-Baden - Gedenkfeier Marcel Sturm

Orte

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Michaelskapelle Ebersteinburg

Herrenäckerstr. 2A
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Kontakt

Gemeindezentrum

mit Dietrich-Bonhoeffer-Saal, Lukassaal und Jugendraum
Bertholdstr. 6a
76530 Baden-Baden
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